Weiterbildung zum Suchttherapeuten (m/w) – verhaltenstherapeutische Orientierung


Für die medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker besteht in Deutschland ein gut etabliertes, professionelles Hilfeangebot. Um in ambulanten, ganztägig ambulanten und stationären Einrichtungen der Rehabilitation suchterkrankter Menschen tätig werden zu können, ist eine spezifische suchttherapeutische Zusatzqualifikation erforderlich. Der Gesamtverband für Suchthilfe e.V. – Fachverband der Diakonie Deutschland (GVS) und die IFT - Gesundheitsförderung bieten eine entsprechende berufsbegleitende Weiterbildung an, die vertraut macht mit Suchtmodellen und mit verhaltenstherapeutisch orientierten und kognitiven Therapieverfahren.

Die Teilnehmenden werden durch die Weiterbildung befähigt, in kollegialer interdisziplinärer Zusammenarbeit eigenständig im Einzel- oder Gruppensetting auf der Grundlage verhaltenstherapeutischer Theorien und Diagnose- und Interventionstechniken zu arbeiten und so abhängige Menschen auf ihrem Weg aus der Sucht zu unterstützen.

Anbieter, Träger und Organisator der Weiterbildung ist der Gesamtverband für Suchthilfe e.V. – Fachverband der Diakonie Deutschland (GVS). Die fachliche und inhaltliche Durchführung obliegt schon seit vielen Jahren der IFT-Gesundheitsförderung.

Anspruch der IFT-Gesundheitsförderung und des GVS ist es, eine praxisorientierte Weiterbildung entsprechend den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Anforderungen der Suchthilfe anzubieten. Schwerpunkt der Weiterbildung ist die Umsetzung des therapeutischen Wissens in die praktische Arbeit mit den Patienten.

Bei der Auswahl der Lehrtherapeuten, Spezialisten und Supervisoren wird großer Wert auf eine hohe klinische und didaktische Kompetenz mit langjähriger Praxiserfahrung gelegt. Unsere Lehrtherapeuten begleiten eine Ausbildungsgruppe über den gesamten Zeitraum der Weiterbildung und garantieren damit, dass die Teilnehmer individuell und zuverlässig betreut und gefördert werden.

Durchschnittliche Bewertung der Seminare 2012 bis 2016 durch die Teilnehmer

Die Weiterbildung findet über einen Zeitraum von drei Jahren mit drei bis vier fünftägigen Treffen pro Jahr statt. Im Rahmen der Weiterbildung müssen zwei schriftliche Falldokumentationen erstellt werden. Die Weiterbildung endet mit einer schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung.

Anerkennung durch die DRVB: Die verhaltenstherapeutisch orientierte Weiterbildung zum Suchttherapeuten (m/w) wurde von 1993 bis 2015 sowie für 2016 von der Deutsche Rentenversicherung Bund (DRVB) anerkannt. Um die Voraussetzungen zur sozialrechtlichen Anerkennung nach den Bestimmungen des SGB V und VI für das Tätigkeitsfeld der medizinischen Rehabilitation bei Abhängigkeitsstörungen auch zukünftig zu erfüllen, ist das Curriculum bereits den seit Januar 2016 gültigen neuen Richtlinien angepasst und befindet sich derzeit im Prüfverfahren der DRVB.
(Stand: Juni 2016).

Info-Flyer über die Weiterbildung

Zuletzt aktualisiert am Montag, 23. Januar 2017 09:47

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